Was sind Antiquitäten überhaupt?
Als Antiquitäten (von lateinisch antiquus, deutsch: altertümlich) bezeichnet man sammelnswerte Gegenstände, meist künstlerischer oder kunsthandwerklicher Art, die je nach Stilrichtung regelmäßig zumindest 100 Jahre alt sind, zuweilen auch mehr als 50 Jahre alt sind.

Welche Epochen gibt es und welche kann ich bei Methusalem Antiquitäten erwerben?
Das werde ich Ihnen sagen. Folgen Sie mir auf eine spannende Reise in die Vergangenheit!

1760-1830: Klassizismus
Die geschwungene barocke Form wird abgelöst durch die Geradlinigkeit des frühen Klassizismus. Das markanteste Merkmal des Klassizismus (in Frankreich heisst dieser Stil “Louis seize“) ist die Wiederkehr zur geraden Linie, als Gegensatz zum üppigen Barock und graziösen Rokoko. Auch die Antike wird zum Vorbild des Klassizismus: Kapitell- und Säulenformen finden sich in der Architektur und bei den Möbeln, klassische Ornamentik ist schlichter Möbelschmuck.

1815-1848: Biedermeier
Das Biedermeier ist eine deutliche Absage an die geschwungenen Stile der Vergangenheit, deren strenge Formen gemildert, aufgelöst und vereinfacht werden. Die Möbel dieser Epoche überzeugen durch schlichte Konstruktionsgrundformen, durch erstaunliche Details sowie durch die Wirkung der Maserung des politierten Holzes – die Schellackpolitur macht dies möglich. Vor allem Schmuckelemente werden weniger. Es ist der Stil des Bürgers, der die heroischen Zeiten, die Kriege satt hat und nun in Ruhe und Behaglichkeit mit seiner Familie leben will. Biedermeiermöbel sind erstmals wirklich "mobil", d.h. sie sind weniger groß und schwer wie in den vorangegangenen Epochen. Es ist der Beginn unserer kulturellen, gesellschaftlichen Wohnkultur. Schlichte, einfache Formgebung ohne viel Verzierungen, Brezelmuster, Beschläge, rhombenförmig Furnier und Bierlasur, symmetrisch, fortlaufend holzverdübelt, Nägel handgeschmiedet (wenn überhaupt), handgehobelte Holzteile (Füllungen, Schubladenböden, Rückwände).

1830-1852: Louis Philippe
Die nach dem Bürgerkönig Louis-Philippe genannte Stilrichtung (auch als 2.Rokoko bezeichnet) entstand als Reaktion auf das gradlinige Biedermeier. Geschwungene Formen, Schweifungen und Biegungen dominierten nun den Möbel-Stil. Die überaus kostbaren Rokokomöbel des 18. Jahrhundert, die in Handarbeit gefertigt wurden, konnten nun preiswerter mit dampfgetriebenen Industriemaschinen hergestellt werden. Dem aufstrebenden Bürgertum war so die Möglichkeit geboten, sich preiswert "nobel" einzurichten. Durch Vereinfachungen wurde dieser Möbelstil auch nach und nach breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich. Weitere Merkmale: Rahmenprofilierungen, Zierknäufe, Ovalformen und bekrönendes geschweiftes Schnitzwerk.

1850-1900: Historismus
Nach der Revolution 1848 bis um 1890 löst sich vieles auf, alles wird ausprobiert, Elemente der früheren Epochen neu zusammengestellt zu eigenen Stilarten: Man kombinierte Wiener Barock, Neo-Renaissance, Altdeutsch. Es war eine Frage des Geschmackes bzw. der politischen Situation was jeweils genommen wurde, darunter waren auch nichteuropäische Formen.Der Historismus spiegelte das Luxusbedürfnis des aufsteigenden Bürgertums wider, das seinen Reichtum zur Schau stellen will.

1870-1890: Gründerzeit.
Neuordnung des Staatswesens in Deutschland. Die Stilelemente der Renaissance werden dominant (Neo-Renaissance). Klare Maßverhältnisse, bestimmt von Quadraten, Rauten, Rechtecken und Kreisen, Säulen, Kapitelle, Gesimse, Friese, plastische Elemente bestimmen den Möbelbau. Viele Verzierungen, Leisten mit drei Rillen, Schnecken, Säulen, Knöpfe, Rauten, verzierte Beschläge.

1890-1910: Jugendstil
Erst der Jugendstil einigt die kreativen Kräfte kurzzeitig wieder einmal. Ziel war die Rückkehr zur handwerklichen Einzelfertigung, wobei jedes Möbelstück von einer einzelnen Person gefertigt werden sollte. Merkmale des Jugendstil sind vor allem stilisierte florale Naturformen. Florale Ornamentik umspielt die Kontur (Blumen, Blüten, Blätter). Grundlegendes Symbol ist die ,,verdrehte 8". Darüber hinaus wird die Farbe ein Bestandteil der Gestaltung.

All diese wunderbaren Zeugnisse der Vergangenheit finden sie bei mir, in meinem Laden, echt antik und dennoch haltbar und alltagstauglich.

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Quellen: http://www.tischlereivalta.com, http://www.stilmoebel.ch, http://www.karlbucher.ch